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Betrachtungen, Gebete, Meditationen

Betrachtungen, Gebete, Meditationen

Die Begegnung mit Gott in den Sakramenten, besonders bei der Heiligen Messe, ist für unser Leben als Christen wichtig. Aber Christsein ist mehr als am Sonntag zur Kirche gehen. Christsein bedeutet, eine lebendige Beziehung zu Gott haben. Wer seinen Alltag mit Gott lebt, erhält Kraft und Gnaden.
Nahrung für den Glauben beziehen wir aus dem Wort Gottes, aus der Betrachtung von Texten, aus dem Gebet oder aus Gesprächen mit anderen Gläubigen.

Hier finden Sie verschiedene Impulse, um den Glauben zu stärken und ihn im Alltag zu leben.
 
Apropos... schlemmen und fasten

Apropos... schlemmen und fasten

Liebe geht durch den Magen, heißt es. Und stimmt wohl auch. Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Essen und Trinken spricht all unsere Sinne an. Deshalb gibt es auch unzählige Rezepte, um dieselben Grundzutaten auf immer neue Weise zuzubereiten.
Wo köstliche Speisen im Überfluss angeboten werden, kann geschlemmt werden. Das Schlemmen vermittelt uns ein Gefühl von Fülle, von Luxus, und ist von jeher ein Zeichen der Lebensfreude und der Gastfreundschaft. Auch in der Bibel wird von üppigen Feiern, Hochzeitsmählern und Freudenfesten berichtet.
Feste und gutes Essen gehören zusammen. Manche Spezialitäten wie etwa Weihnachtskekse, Krapfen, Ostereier oder „Schweines mit Kraut“ gibt es nur zu bestimmten Anlässen. Dadurch sind sie etwas Besonderes auf das wir uns freuen. Um Köstliches genießen zu können brauchen wir auch Zeiten, in denen wir nicht schlemmen.
Mehr als heute wurde früher vor wichtigen Ereignissen eine Zeitlang gefastet. Die vierzigtägige österliche Bußzeit ist eine Fastenzeit zur Vorbereitung auf Ostern, das große Fest des Todes und der Auferstehung Jesu. Doch wozu sollten wir eigentlich fasten?
Fasten im religiösen Sinne bedeutet umkehren zu Gott. Es geht also nicht darum den seit Weihnachten angefutterten Hüftspeck herunterzuhungern. Gott will uns nicht für etwaige kulinarische Ausschweifungen „büßen lassen“. Es werden auch keine asketischen Hochleistungen von uns verlangt.
In der Fastenzeit verzichten wir bewusst auf bestimmte Speisen und ziehen uns von Festen, Luxus und Zerstreuungen zurück, um uns zu besinnen und uns neu auf Gott auszurichten. Diese 40 Tage der Mäßigung helfen uns, unsere Abhängigkeiten aufzudecken und zu erkennen, wo unsere Versuchungen liegen.
Dabei bleibt es dem Einzelnen überlassen, ob er auf Süßigkeiten oder Fleischspeisen, auf Fernsehen, Rauchen, Alkohol oder Computerspiele verzichtet. Sehr wirksam ist auch der Verzicht auf jegliche Speisen nur an einzelnen Tagen. Ehrlich und spürbar sollte das Fasten jedenfalls sein.
Wer großen Kummer hat oder verliebt ist, bringt oft keinen Bissen hinunter, wenn große Sehnsüchte uns bewegen, hat Essen keinen Platz mehr. Fasten funktioniert in umgekehrter Weise: wir zügeln unseren Appetit um der Sehnsucht nach Gott Raum zu geben.
Fasten soll daher immer von Gebet und Betrachtung begleitet sein. Es geht darum, sich Gott zu nähern, seinen Willen zu erkennen und zu bejahen. Durch diese Art des Fastens wächst die innere Freiheit und die Liebe zu Gott.
Fasten bedeutet nicht, gute Gaben zu verachten, sondern sie neu zu entdecken. Darum ist nach einer Zeit des Maßhaltens das Schlemmen wieder ein besonderer Genuss.
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Text: Martina Karnutsch
Foto: Armin Oberkofler
 
Vergebung erfahren

Vergebung erfahren

Im Grunde sind wir doch alle gute Menschen: Wir bringen niemanden um, rauben keine Bank aus und lügen höchstens im Notfall...
Trotzdem sündigen wir, das heißt, wir tun absichtlich etwas, von dem wir wissen, dass es schlecht ist. Wir handeln lieblos, sind egoistisch oder rücksichtslos. Gefühle wie Zorn, Eifersucht oder Neid bringen uns dazu, absichtlich andere zu kränken, Beziehungen zu zerstören oder anderen zu schaden.
Manches tut uns später leid, doch nicht alles lässt sich wieder gut machen. Das Bewusstsein, schuldig geworden sein und das Bedauern darüber heißt Reue.
Schuld ist eine schwere Last. Wie können wir damit umgehen? Sie von uns schieben, verdrängen, vergessen? Sie tragen und darunter leiden? Jesus bietet uns eine bessere Lösung an: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28).
Am Kreuz hat Jesus freiwillig unsere Schuld übernommen. Das Sakrament der Beichte gibt uns die Möglichkeit dies für uns in Anspruch nehmen. Im Gespräch mit dem Priester bekennen wir unser Versagen, suchen Wege der Besserung und bitten um Vergebung. Die Lossprechung durch den Priester bedeutet: Jesus nimmt meine Schuld von mir und löscht sie aus.
Beichtmöglichkeiten in unserer Pfarrei: jeden Samstag ab 17 Uhr (Sommerzeit ab 19 Uhr) in der Kreuzkirche oder nach Terminvereinbarung im Deutschordenskonvent Tel. 0473 - 56 11 74.
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Text: Martina Karnutsch
Foto: Factum / ADP in: pfarrbriefservice.de

 
Apropos...Sünde

Apropos...Sünde

Die Bibel redet immer wieder von Sünde. Was versteht man darunter? Was ist Sünde und was ist so schlimm daran?
Im griechischen Text im neuen Testament steht für Sünde sehr oft das Wort "hamartia". Es bedeutet so viel wie "nicht treffen", "ein Ziel verfehlen" oder "etwas falsch machen".
Gott hat uns Menschen geschaffen. Dementsprechend weiß er auch am besten was gut für uns ist - und was nicht. Mit der Bibel hat er uns quasi eine Gebrauchsanleitung für unser Leben gegeben, die wir als Leitfaden für alle Fragen benutzen können. Wenn wir uns nicht an diese Gebrauchsanleitung halten, haben wir das Ziel verfehlt, das Gott für uns gedacht hat - und das nennt die Bibel eben Sünde oder Schuld.
Gott hat uns in der Bibel eine Menge Tipps und Richtlinien gegeben. Das hat er nicht gemacht weil er uns mal so richtig eins auswischen wollte - sondern er hat das gemacht, weil er das Beste für uns will.
Wenn der Hersteller in der Gebrauchsanleitung eines Autos schreibt, dass man unbedingt Super und nicht Diesel tanken soll, steckt dahinter keine böse Absicht. Er will einfach, dass man möglichst viel und lange etwas von seinem Wagen hat. Hier würde auch niemand auf die Idee kommen zu sagen: "Diesel ist doch viel besser und billiger. Ist mir egal was die da in ihrem Handbuch schreiben, ich tanke jetzt trotzdem Diesel, von denen lasse ich mir sowieso nichts sagen..."
Wenn wir einen Benziner haben und Diesel tanken, kommen wir nicht weit! Wenn wir sündigen, schaden wir uns letztlich selber damit, weil wir das Ziel, das Gott ursprünglich für uns gedacht hat, verpassen.
Zudem trennt uns die Sünde von Gott. Denn dort wo uns die Liebe fehlt, dort fehlt uns auch ein liebendes Herz, ein mitfühlendes Herz, ein verzeihendes Herz, und das können wir nur durch Gottes Vergebung erhalten.
Gott liebt uns so sehr, dass er uns nicht für unsere Sünden bestrafen will. Er will aber trotzdem Gemeinschaft mit uns haben. Daraus ergibt sich ein neues Problem: Gott sagt nämlich von sich, dass er ein gerechter Gott ist.
Es wäre aber nicht wirklich gerecht, wenn er uns unsere Schuld einfach so erlassen würde... Also entschied er sich für die einzig mögliche Lösung: Er „bestrafte“ jemand anderen an unserer Stelle: seinen eigenen Sohn Jesus.
Jesus kam auf die Welt und lebte als ganz normaler Mensch mit den gleichen Problemen und Sorgen wie wir. Er schaffte es aber, sein ganzes Leben ohne Sünde zu leben - er hat nie etwas falsch gemacht, auch wenn er teilweise unfair behandelt wurde. Dann wurde er - obwohl er unschuldig war - auf grausamste Art und Weise gefoltert und umgebracht.
Dadurch hat er die Sünde - die Trennung von Gott - für uns aber ein für alle mal aufgehoben. Wenn wir akzeptieren, dass wir sündigen und annehmen, dass Jesus stellvertretend für unsere Fehler gestorben ist, können wir im Sakrament der Vergebung mit Gott wieder Gemeinschaft haben – er wird uns entgegenlaufen, sowie der Vater dem verlorenen Sohn entgegengelaufen ist.
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Text: Sophie Gräfin Brandis
Foto: Armin Oberkofler
 
Heiterkeit: wir fragen einen Experten

Heiterkeit: wir fragen einen Experten

Fromm und lustig, heilig und heiter, geht das? Könnte man einen Heiligen fragen, zum Beispiel Franziskus von Assisi, käme vielleicht ein Interview wie das folgende zustande:

Apropos: St. Franziskus, deine Heiterkeit ist legendär. Warst du wirklich ständig fröhlich?
Franziskus: Nichts zu besitzen als eine Kutte und Sandalen hat mich unglaublich frei gemacht. Meist war es leicht, froh und heiter zu sein, aber natürlich gab es auch Zeiten, wo es mir schwerer fiel.
Apropos: Wann war es denn schwer für dich?
Franziskus: Meine Gefährten und ich wollten arm leben, aber nicht alle Menschen hatten etwas übrig für uns Minderbrüder. Mit Spott und Steinwürfen aus einer Stadt gejagt zu werden ist zum Beispiel nicht so lustig.
Apropos: Aber du hast deine gute Laune immer wieder zurückgewonnen?
Franziskus: Irgendwie hatte Jesus mich mit seiner Liebe angesteckt. Das hat immer wieder aufs Neue gefunkt. Wenn ich an Gott dachte, überall seine Spuren in der Schöpfung sah, musste ich wieder froh werden. Das brachte mich zum Singen und Tanzen.
Apropos: Du hast also oft an Gott gedacht?
Franziskus: Ja, die ganze Zeit. Das gemeinsame Gebet mit den Brüdern hat mir nicht gereicht. Oft habe ich mich in die Einsamkeit zurückgezogen um zu beten und Gott zu loben. Seine Nähe hat mich sehr glücklich gemacht.
Apropos: Du hast auch viel gefastet. Muss man das als Heiliger?
Franziskus: Ich hatte doch immer solche Angst zu dick zu werden! Nein, das ist natürlich Quatsch! Der zeitweilige Verzicht auf etwas Alltägliches macht den Kopf klar und hilft, auf das Wesentliche zu schauen. Mit vollem Bauch kann man sich nicht gut für Gott öffnen. Übrigens auch nicht, wenn man immer stundenlang fern sieht!
Apropos: Wie wird man ein Heiliger?
Franziskus: Dazu musst du nicht gleich Asket oder Missionar werden, es reicht, das Evangelium zu leben, und zwar dort, wo Gott dich hingestellt hat: in der Familie, bei der Arbeit, in der Schule, im Straßenverkehr... Und beten: die Beziehung zu Gott frisch halten! Das wäre ein guter Anfang, den Rest gibt der Herr dann schon dazu.

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Text: Martina Karnutsch (aus "Apropos...Heiterkeit")
Foto: Armin Oberkofler
 
Apropos... Glaube im Alltag

Apropos... Glaube im Alltag

Mit einem „apropos“ wird ein Gesprächsfaden wieder aufgenommen, nachgehakt, ein Thema von einer anderen Seite beleuchtet. Auch über den Glauben ist es gut und wichtig ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, einander zu bestärken. Unser „Apropos...“ möchte besonders für Eltern Anregung sein und helfen, das Leben aus dem Glauben zu deuten und zu gestalten.
„Apropos...“ erscheint alle zwei Monate als Sonderausgabe der Pfarrnachrichten.
 
Angelus-Gebet

Angelus-Gebet

Beim Angelus-Läuten der Menschwerdung Gottes gedenken

Dreimal am Tag läuten bei uns die Kirchenglocken, und zwar in der Früh, zu Mittag und am späten Nachmittag oder Abend. Diese Glockenzeichen, die anders klingen als das „Zåmmlaitn“ vor einem Gottesdienst, sind natürlich nicht der „Dorfwecker“, auch kein Signal für die Mittagspause oder den Schichtwechsel. Obwohl manche vom „Feirumlaiten“ sprechen.

Die Glocken rufen uns zum Gebet. Drei Mal am Tag sollen wir an die Menschwerdung Gottes denken. In Jesus wurde Gott Mensch. Er wurde in unsere Welt hineingeboren um einer von uns zu sein. Und um jeden einzelnen von uns zu erlösen.

Der Moment der Verkündigung an Maria durch den Engel (Lk 1,26-38) ist der Beginn der Menschwerdung Gottes. Als der Engel Maria sagte, sie werde den „Sohn des Höchsten“ gebären, antwortete sie: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast“. Die Erlösung der Menschheit durch Jesus Christus beginnt so mit einer Anfrage Gottes und der freien Zustimmung eines Menschen. So wurde Maria für uns die „Pforte des Heils“.

Früher wurde beim Angelus-Läuten die Arbeit unterbrochen. Man betete stehend laut und im Wechsel das Gebet „Der Engel des Herrn“. Die heutige Zeit ist viel hektischer als noch vor 30 oder 40 Jahren. Kaum jemand würde im Büro, in der Werkstatt oder unterwegs innehalten, um den „Englischen Gruß“, wie das Gebet auch genannt wird, zu beten.
Trotzdem ist das Angelus-Gebet auch heute noch aktuell. Es ist ein biblisches Gebet das einen Bogen schlägt von der Begegnung Mariens mit dem Engel bis zu unserem Leben und weiter bis zur Auferstehung auf die wir hoffen. Alle persönlichen Anliegen finden darin Platz.
Wir könnten es im Stillen auf dem Weg zur Arbeit beten, beim Kochen oder vor dem Einschlafen. Es ist kein allzu langes Gebet, man braucht dafür nur zwei bis drei Minuten. Es kann auch mit Kindern sehr gut gebetet werden.

Der Engel des Herrn:

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft / und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. / Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: siehe ich bin die Magd des Herrn / mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria...

Und das Wort ist Fleisch geworden / und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria...

Bitte für uns, heilige Gottesmutter, / dass wir würdig werden der Verheißungen Christi!

Lasset uns beten. Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Führe uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung. Darum bitten wir durch ihn, Christus unseren Herrn. Amen.
 
 
 
Konzerte und Veranstaltungen

Osterkonzert des Chores "Non Nobis Domine" in der Kapuzinerkirche.
Concerto di pasqua della corale "Non Nobis Domine" nella chiesa dei cappuccini. weiter/avanti...
Pfarrnachrichten Lana
Die "Pfarrnachrichten Lana" enthalten alle wichtigen Informationen und Termine zu den Gottesdiensten in Lana, Veranstaltungen, Mitteilungen und vieles mehr, jede Woche neu.
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Schlemmen oder fasten?

Worauf kommt es an in der Fastenzeit?

Hier finden Sie Tipps und Anregungen für die Zeit vor Ostern. mehr...
 





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