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Betrachtungen, Gebete, Meditationen

Betrachtungen, Gebete, Meditationen

Die Begegnung mit Gott in den Sakramenten, besonders bei der Heiligen Messe, ist für unser Leben als Christen wichtig. Aber Christsein ist mehr als am Sonntag zur Kirche gehen. Christsein bedeutet, eine lebendige Beziehung zu Gott haben. Wer seinen Alltag mit Gott lebt, erhält Kraft und Gnaden.
Nahrung für den Glauben beziehen wir aus dem Wort Gottes, aus der Betrachtung von Texten, aus dem Gebet oder aus Gesprächen mit anderen Gläubigen.

Hier finden Sie verschiedene Impulse, um den Glauben zu stärken und ihn im Alltag zu leben.
 
Apropos... Wege gehen

Apropos... Wege gehen

Dank unserer heutigen Mobilität können wir viele nahe oder ferne Ziele problemlos erreichen. Wir fahren zum Einkaufen, zur Arbeit, zu Freunden, mit den Kindern zur Schule und in den Urlaub. Noch vor zwei Generationen nahm man ganz selbstverständlich längere Fußmärsche in Kauf um zum Beispiel vom Dorf in die Stadt zu gelangen. Auch manchmal weite Schulwege wurden zu Fuß zurückgelegt. Dabei hatten die Leute früher keineswegs mehr Zeit als wir heute. Auch für sie hatte der Tag genau 24 Stunden.

Unser Leben heute ist manchmal sehr hektisch. Da tut es gut, die Langsamkeit neu zu lernen. Wer einen Weg geht, kommt nur Schritt für Schritt voran. Das Unterwegssein wird körperlich wahrgenommen: der Boden unter den Füßen, die Wohltaten von Sonne und Schatten, die Erfahrung von Hunger, Durst, Müdigkeit. Wer geht, wird achtsam und lernt staunen über kleine Schönheiten der Natur. Denn manches wird erst sichtbar, wenn wir entschleunigen.
Unseren Gedanken können wir beim Gehen freien Lauf lassen und so auch einen inneren Weg gehen. Die Betrachtung der Schöpfung lässt uns über das Leben sinnieren und bringt uns (wieder) mit Gott in Verbindung.

Viele Menschen wollen das ganz intensiv erleben und begeben sich auf einen Pilgerweg. Der deutsche Entertainer Hape Kerkeling marschierte sechs Wochen lang auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Seine Erfahrungen beschrieb er in dem Buch „Ich bin dann mal weg“.
Pilgern ist kein neues Phänomen. Es kommt in allen Religionen vor. Eine Tage, ja oft Wochen lang dauernde Fußreise zu einem heiligen Ort entspricht einem zutiefst menschlichen Bedürfnis nach Sinnfindung. Schätzungen zufolge sind jährlich mehrere hundert Millionen Menschen überall auf der Welt als Pilger unterwegs.

Doch auch wenn es uns nicht möglich ist für einige Wochen „mal weg“ zu sein, können wir Pilgererfahrungen machen. Besinnungswege sind auch mit Kindern in ein bis zwei Stunden zu bewältigen und laden zum Erleben und Entdecken ein. In Lana und Umgebung gibt es mehrere solcher Wege die künstlerisch sehr ansprechend gestaltet sind.

- Der Glaubensweg am Vigiljoch thematisiert Werte wie Freiheit, Grenzen, Entscheidung, Geborgenheit.
- Der Besinnungsweg in Grissian/Tisens hat die sieben Sakramente der Kirche zum Inhalt.
- Gemeinschaft, Zusammenhalt und Wachstum sind Themen beim Familien-Besinnungsweg in Vöran. (Im Bild eine Station)
- Der Jesus-Weg in Naturns lässt Ereignisse im Leben Jesu lebendig werden.
Auch Kreuzwege sind Besinnungswege. Sie betrachten das Leiden Jesu und führen meist zu Wallfahrtskirchen.
- In Lana gibt es zum Beispiel den „Dalla-Rosa“-Kreuzweg. Beginnend beim Lorenzerhof in Mitterlana führt er in 14 Stationen zur kleinen Kirche St. Agatha.
Einen solchen Weg zu gehen ist mehr als wandern. Die spirituellen Anregungen können helfen, uns für Gott und für uns selber zu öffnen. Es sind Angebote zum Nachdenken, Staunen oder einfach zum Gehen und Verweilen.
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Text und Foto: Martina Karnutsch
 
Apropos... schlemmen und fasten

Apropos... schlemmen und fasten

Liebe geht durch den Magen, heißt es. Und stimmt wohl auch. Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Essen und Trinken spricht all unsere Sinne an. Deshalb gibt es auch unzählige Rezepte, um dieselben Grundzutaten auf immer neue Weise zuzubereiten.
Wo köstliche Speisen im Überfluss angeboten werden, kann geschlemmt werden. Das Schlemmen vermittelt uns ein Gefühl von Fülle, von Luxus, und ist von jeher ein Zeichen der Lebensfreude und der Gastfreundschaft. Auch in der Bibel wird von üppigen Feiern, Hochzeitsmählern und Freudenfesten berichtet.
Feste und gutes Essen gehören zusammen. Manche Spezialitäten wie etwa Weihnachtskekse, Krapfen, Ostereier oder „Schweines mit Kraut“ gibt es nur zu bestimmten Anlässen. Dadurch sind sie etwas Besonderes auf das wir uns freuen. Um Köstliches genießen zu können brauchen wir auch Zeiten, in denen wir nicht schlemmen.
Mehr als heute wurde früher vor wichtigen Ereignissen eine Zeitlang gefastet. Die vierzigtägige österliche Bußzeit ist eine Fastenzeit zur Vorbereitung auf Ostern, das große Fest des Todes und der Auferstehung Jesu. Doch wozu sollten wir eigentlich fasten?
Fasten im religiösen Sinne bedeutet umkehren zu Gott. Es geht also nicht darum den seit Weihnachten angefutterten Hüftspeck herunterzuhungern. Gott will uns nicht für etwaige kulinarische Ausschweifungen „büßen lassen“. Es werden auch keine asketischen Hochleistungen von uns verlangt.
In der Fastenzeit verzichten wir bewusst auf bestimmte Speisen und ziehen uns von Festen, Luxus und Zerstreuungen zurück, um uns zu besinnen und uns neu auf Gott auszurichten. Diese 40 Tage der Mäßigung helfen uns, unsere Abhängigkeiten aufzudecken und zu erkennen, wo unsere Versuchungen liegen.
Dabei bleibt es dem Einzelnen überlassen, ob er auf Süßigkeiten oder Fleischspeisen, auf Fernsehen, Rauchen, Alkohol oder Computerspiele verzichtet. Sehr wirksam ist auch der Verzicht auf jegliche Speisen nur an einzelnen Tagen. Ehrlich und spürbar sollte das Fasten jedenfalls sein.
Wer großen Kummer hat oder verliebt ist, bringt oft keinen Bissen hinunter, wenn große Sehnsüchte uns bewegen, hat Essen keinen Platz mehr. Fasten funktioniert in umgekehrter Weise: wir zügeln unseren Appetit um der Sehnsucht nach Gott Raum zu geben.
Fasten soll daher immer von Gebet und Betrachtung begleitet sein. Es geht darum, sich Gott zu nähern, seinen Willen zu erkennen und zu bejahen. Durch diese Art des Fastens wächst die innere Freiheit und die Liebe zu Gott.
Fasten bedeutet nicht, gute Gaben zu verachten, sondern sie neu zu entdecken. Darum ist nach einer Zeit des Maßhaltens das Schlemmen wieder ein besonderer Genuss.
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Text: Martina Karnutsch
Foto: Armin Oberkofler
 
Vergebung erfahren

Vergebung erfahren

Im Grunde sind wir doch alle gute Menschen: Wir bringen niemanden um, rauben keine Bank aus und lügen höchstens im Notfall...
Trotzdem sündigen wir, das heißt, wir tun absichtlich etwas, von dem wir wissen, dass es schlecht ist. Wir handeln lieblos, sind egoistisch oder rücksichtslos. Gefühle wie Zorn, Eifersucht oder Neid bringen uns dazu, absichtlich andere zu kränken, Beziehungen zu zerstören oder anderen zu schaden.
Manches tut uns später leid, doch nicht alles lässt sich wieder gut machen. Das Bewusstsein, schuldig geworden sein und das Bedauern darüber heißt Reue.
Schuld ist eine schwere Last. Wie können wir damit umgehen? Sie von uns schieben, verdrängen, vergessen? Sie tragen und darunter leiden? Jesus bietet uns eine bessere Lösung an: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt 11,28).
Am Kreuz hat Jesus freiwillig unsere Schuld übernommen. Das Sakrament der Beichte gibt uns die Möglichkeit dies für uns in Anspruch nehmen. Im Gespräch mit dem Priester bekennen wir unser Versagen, suchen Wege der Besserung und bitten um Vergebung. Die Lossprechung durch den Priester bedeutet: Jesus nimmt meine Schuld von mir und löscht sie aus.
Beichtmöglichkeiten in unserer Pfarrei: jeden Samstag ab 17 Uhr (Sommerzeit ab 19 Uhr) in der Kreuzkirche oder nach Terminvereinbarung im Deutschordenskonvent Tel. 0473 - 56 11 74.
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Text: Martina Karnutsch
Foto: Factum / ADP in: pfarrbriefservice.de

 
Apropos...Sünde

Apropos...Sünde

Die Bibel redet immer wieder von Sünde. Was versteht man darunter? Was ist Sünde und was ist so schlimm daran?
Im griechischen Text im neuen Testament steht für Sünde sehr oft das Wort "hamartia". Es bedeutet so viel wie "nicht treffen", "ein Ziel verfehlen" oder "etwas falsch machen".
Gott hat uns Menschen geschaffen. Dementsprechend weiß er auch am besten was gut für uns ist - und was nicht. Mit der Bibel hat er uns quasi eine Gebrauchsanleitung für unser Leben gegeben, die wir als Leitfaden für alle Fragen benutzen können. Wenn wir uns nicht an diese Gebrauchsanleitung halten, haben wir das Ziel verfehlt, das Gott für uns gedacht hat - und das nennt die Bibel eben Sünde oder Schuld.
Gott hat uns in der Bibel eine Menge Tipps und Richtlinien gegeben. Das hat er nicht gemacht weil er uns mal so richtig eins auswischen wollte - sondern er hat das gemacht, weil er das Beste für uns will.
Wenn der Hersteller in der Gebrauchsanleitung eines Autos schreibt, dass man unbedingt Super und nicht Diesel tanken soll, steckt dahinter keine böse Absicht. Er will einfach, dass man möglichst viel und lange etwas von seinem Wagen hat. Hier würde auch niemand auf die Idee kommen zu sagen: "Diesel ist doch viel besser und billiger. Ist mir egal was die da in ihrem Handbuch schreiben, ich tanke jetzt trotzdem Diesel, von denen lasse ich mir sowieso nichts sagen..."
Wenn wir einen Benziner haben und Diesel tanken, kommen wir nicht weit! Wenn wir sündigen, schaden wir uns letztlich selber damit, weil wir das Ziel, das Gott ursprünglich für uns gedacht hat, verpassen.
Zudem trennt uns die Sünde von Gott. Denn dort wo uns die Liebe fehlt, dort fehlt uns auch ein liebendes Herz, ein mitfühlendes Herz, ein verzeihendes Herz, und das können wir nur durch Gottes Vergebung erhalten.
Gott liebt uns so sehr, dass er uns nicht für unsere Sünden bestrafen will. Er will aber trotzdem Gemeinschaft mit uns haben. Daraus ergibt sich ein neues Problem: Gott sagt nämlich von sich, dass er ein gerechter Gott ist.
Es wäre aber nicht wirklich gerecht, wenn er uns unsere Schuld einfach so erlassen würde... Also entschied er sich für die einzig mögliche Lösung: Er „bestrafte“ jemand anderen an unserer Stelle: seinen eigenen Sohn Jesus.
Jesus kam auf die Welt und lebte als ganz normaler Mensch mit den gleichen Problemen und Sorgen wie wir. Er schaffte es aber, sein ganzes Leben ohne Sünde zu leben - er hat nie etwas falsch gemacht, auch wenn er teilweise unfair behandelt wurde. Dann wurde er - obwohl er unschuldig war - auf grausamste Art und Weise gefoltert und umgebracht.
Dadurch hat er die Sünde - die Trennung von Gott - für uns aber ein für alle mal aufgehoben. Wenn wir akzeptieren, dass wir sündigen und annehmen, dass Jesus stellvertretend für unsere Fehler gestorben ist, können wir im Sakrament der Vergebung mit Gott wieder Gemeinschaft haben – er wird uns entgegenlaufen, sowie der Vater dem verlorenen Sohn entgegengelaufen ist.
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Text: Sophie Gräfin Brandis
Foto: Armin Oberkofler
 
Apropos... Glaube im Alltag

Apropos... Glaube im Alltag

Mit einem „Apropos“ wird ein Gesprächsfaden wieder aufgenommen, nachgehakt, ein Thema von einer anderen Seite beleuchtet. Auch über den Glauben ist es gut und wichtig ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, einander zu bestärken. Unser „Apropos...“ möchte besonders für Eltern Anregung sein und helfen, das Leben aus dem Glauben zu deuten und zu gestalten.
„Apropos...“ erscheint alle zwei Monate als Sonderausgabe der Pfarrnachrichten.
 
 
 
Pfarrnachrichten Lana
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Unterwegs sein

Eine neue Ausgabe von Apropos... beschäftigt sich mit der Spiritualität des Gehens. Wohin führen uns unsere Wege im Alltag, unser Lebensweg und unser Weg im Glauben? Mit Tipps zu den Besinnungswegen in Lana und Umgebung.

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Veranstaltungen

Pfarrwallfahrt: Tagesfahrt mit dem Bus nach Ehrenburg zur "Kornmutter" und zum Geburtshaus des Hl. Josef Freinademetz in Oies/Abteital am 1. Mai 2017.
Anmeldungen sind noch bis zum 15.04.2017 möglich!
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